Interview mit Dekan Franz Pixner

B+C: Wie gefallen Ihnen die im ersten Semester des Schuljahres ausgearbeiteten Jugendseiten, die die Schüler im Wahlpflichtfach erstellt haben?
Dekan: Sehr gut. Es gefällt mir, dass sich junge Menschen Gedanken über das Thema "Tod" machen. Ich finde die Schüler haben gute Arbeit geleistet.
B+C: Wie läuft ungefähr Ihr Tag ab?
Dekan: 6.00 Uhr Aufstehen, Morgengebet, Frühstück, Vorbereiten der Messe, Feiern der Messe um 8.00 Uhr, Besuch im Altenheim, Mittagsessen, danach 15 Min. Ruhepause, Vorbereiten des Schülergottesdienstes, Feiern des Schülergottesdienstes um 15.00 Uhr, Sprechstunde (z.B. Taufgespräche), Abendessen, Abendmesse um 19.30 Uhr, Ausarbeiten des Pfarrblattes...
B+C: Sie haben viel tun. Wären Sie froh, wenn ein zusätzlicher Pfarrer eingestellt würde?
Dekan: Es gibt ein Problem in Südtirol. Wir haben zu wenige Priester. Letztes Jahr gingen 14 Priester in Pension, denn mit 75 Jahren muss man in Pension gehen und nur einer wurde zum Priester geweiht. Natürlich wäre ich froh, wenn ein anderer Pfarrer eingestellt würde. Als Dekan Albert Pixner in Brixen Dekan wurde, wurde mir gesagt, ich müsste in drei Jahren auf alle Fälle Dekan werden, also entschied ich mich gleich Dekan zu werden.
B+C: Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen den Pfarreien Seis und Kastelruth?
Dekan: Kastelruth hat mehr Tradition als Seis, da Seis erst seit 1973 eine selbstständige Pfarrei ist. In Kastelruth ist es viel schwieriger Änderungen vorzunehmen, da es viel traditionsbewusster ist. Wenn in Kastelruth eine Messe verschoben wird, ist das für manche ein Riesenproblem.
B+C: Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was nicht?
Dekan: Meine Arbeit gefällt mir sehr gut, sie ist aber auch anstrengend...
Interview mit Pastoralassistent Rudi Sampt

B+C: Wie gefallen Ihnen die im ersten Semester des Schuljahres ausgearbeiteten Jugendseiten, die von den Schülern im Wahlpflichtfach erstellt wurden?
Rudi: Die Jugendseiten, die von den Schülern gestaltet wurden, sind interessant, persönlich gestaltet, Gedanken und Meinungen werden eingebracht.
B+C: Da jetzt ein Pfarrer zwei Pfarreien übernehmen muss, hat er jetzt mehr Arbeit. Auch Sie haben mehr Verantwortungsbereiche übernommen. Welche?
Rudi:Die Arbeit ist tatsächlich gestiegen. Die Büroarbeiten haben sich zum Beispielk verdoppelt und Sitzungen muss man auch doppelt besuchen (für Seis und Kastelruth). Dazu kommen persönliche Wünsche der Leute wie Jubiläen, Hochzeitstage usw. Die Leute müssen sich damit abfinden, dass sie jene Feierlichkeiten im sonntäglichen Gottesdienst mitfeiern.
B+C: Gibt es Laien, die mitarbeiten? Wenn ja, welche Aufgaben übernehmen sie?
Rudi: Ja, es gibt Laien, die bestimmte Aufgaben übernehmen, wie z.B. Ministrantenleiter/innen, Vorbeter, Lektoren und Kommunionhelfer/innen. Es bräuchte aber noch mehr Laien, die einen Dienst in der Kirche erfüllen.
B+C: Wie eng ist Ihre Zusammenarbeit mit dem Dekan Franz Pixner?
Rudi: Es gibt eine gute Zusammenarbeit, die Aufgabenbereiche sind gut aufgeteilt. Einige müssen aber neu aufgeteilt werden. Es wird aber immer viel zu tun bleiben.