Seelsorgewechsel in Völs
Pfarrer Peter Paul Huber geht in den Ruhestand
 Wer nie an seinem Glauben zweifelt, hat nie geglaubt! Pfarrer Peter Paul Huber wurde 1933 im Pustertal geboren und wuchs in einer sehr christlichen Familie auf. Schon mit 10 Jahren wollte er Priester werden. Zielstrebig machte er sich auf den Weg, diesen frühen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Im Jahr 1959 wurde er im Dom zu Brixen von Bischof Josef Gargitter zum Priester geweiht.
Nach seiner Priesterweihe wurde er von Neustift aus (Pfarrer Huber ist ein Augustiner Chorherr) als Kooperator für zwei Jahre nach Völs am Schlern geschickt. In den Jahren 1962 und 1963 war er dann als Pfarrer in Natz bei Brixen tätig. Nach dieser Zeit in Natz folgte er dem Ruf nach Geiselsberg in der Gemeinde Olang. Dort wirkte er bis 1969. Dann brauchte man ihm dringend wieder bei uns in Völs und so kam er bereitwillig der Bitte seiner Oberen nach und blieb hier bis heute. Nun, nach neununddreißig Jahren, tritt Pfarrer Peter Paul Huber seinen verdienten Ruhestand an. Als wir ihn nach den schönsten Momenten in seiner Wirkungszeit als Pfarrer befragten, erinnerte er sich nur all zu gern an seine frühere Zeit in Geiselsberg.
Naturgemäß gab es in seinen Leben auch sehr traurige Momente wie der frühe Tod seines Bruder, der bei einem Unfall starb. Sein starker Glaube half ihm in jener schwierigen Zeit. Und dennoch sagte uns Pfarrer Huber: ,,Wer nie an seinem Glauben zweifelt, hat nie geglaubt." Die Pfarrer von Völs seit 1778
Johannes Schneider 1778-1794; 1797-1811 Plazidus Kerschbaumer 1793-1797 Anton Piger 1811-1818 Nikolaus Kropf 1818-1819 Johannes Chrysostomus Haid 1819-1824; 1836-1842 Ludwig Mayr 1824-1832 Sebastian Waitz 1832-1836 Viktor Gatterer 1842-1851 Stanislaus Schifferegger 1851-1870 Franz Crazzolara 1870-1879 Anian Egger 1879-1883 Peter Hofmann 1883-1892 Viktor Plakter 1892-1908 Rupert Obersinner 1909-1915 Friedrich Horngacher 1915-1918 Karl Kasseroler 1918-1945 Ferdinand Kassiel 1945-1978 Leopold Neumair 1978-1990 Peter Paul Huber 1960-1962 und 1990-2008 Stephan Wilfried Astner ab September 2008 | Pfarrer Stephan Wilfried Astner (ab September 2008)
 Alles vermag ich durch ihn, der mich stark macht: Christus! (Phil 4,13) Dieser Satz des großen Apostels Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi beeindruckt mich immer neu, vielleicht auch deshalb, weil mein Glaube nach 43 Lebens- und 18 Priesterjahren noch immer zu schwach ist, um ihn als mein Lebensmotto bezeichnen zu können, auch wenn ich es mir so sehr wünsche. Christus so in das eigene Leben einzubeziehen, dass er derjenige ist, der durch mich handelt, das wäre für mich das Ziel meines Lebens hier auf Erden, meines persönlichen und meines Lebens als Priester in einer ganz bestimmten Gemeinde, die ab September dieses Jahres Völs am Schlern heißen wird. Wie mein Vorgänger Peter Paul Huber habe auch ich den Wunsch, Priester zu werden von frühester Kindheit an verspürt: in der 2. Klasse Volksschule schreibt man meist den ersten Aufsatz seines Lebens: „Was ich einmal werden will“, lautete die Überschrift, und ich schrieb schon damals voll Begeisterung: Priester. Diesen Wunsch habe ich durch Höhen und Tiefen der Kindheit und des Jugendalters gegen so manche Widerstände von außen und in mir selber durchgetragen, während meines Studiums in Brixen lernte ich dann das Kloster Neustift kennen und mir gefiel, dass dort Ordensleben und Pfarrseelsorge miteinander verbunden werden (mehr dazu auf der von mir mit anderen Mitbrüdern erstellten Webseite www.augustiner-chorherren.org) und ich wurde Augustiner Chorherr. 1990 war ich am Ziel meines großen Wunsches, musste aber feststellen, dass der Weg das Ziel nicht nur des Christen sondern vor allem auch des Priesters und Ordensmannes ist. Wieder hieß es den gewählten Weg über Höhen und Tiefen, Gipfelerlebnisse und Abgründe mutig und mit Gottvertrauen zu gehen; aber das ist ja nicht nur für einen Priester so! Vielfältig waren die Orte meines Wirkens: Assling in Osttirol war genauso dabei wie Rom, Nieder- und Oberrasen im Pustertal, Welschnofen, Neustift selbst und zuletzt Villanders, das man von Völs aus sogar sehen kann. Ebenso verschieden waren und sind die Menschen, mit denen ich glauben, hoffen, lieben durfte und die mich spüren ließen: es zahlt sich aus sich auf den Herrgott einzulassen. Und wenn es mal besonders schwer fällt, weiß ich und brauche nur fest daran zu glauben (als ob das so einfach wäre!): Alles vermag ich durch ihn, der mich stark macht: Christus! (Phil 4,13) |